Dienstag, 27. November 2012

Liebe (2)

Ich mag es, mich auf mein Bett in die Sonne zu legen, Joshua Radin zu hören und an fast gar nichts zu denken. Ich mag es, mich einzukuscheln und zusammenzurollen. Ich mag Ingwertee. Himbeershampoo. Die Lücke zwischen meinen Oberschenkeln. An Kränen hochschauen. Ärmellose Oversized-Tops. Schmale Handgelenke. Die Tür von einem öffentlichen Klo hinter mir zumachen und verriegeln. Busfahrer dabei beobachten, wie sie die Hand heben, wenn ihnen ein anderer Bus entgegenkommt. bebe Gesichtscreme. Das Wort 'Refugium' und seine Bedeutung.
Das fast physische Gefühl von Erleichterung. Dankbar sein. Muffins backen. Vorfreude. Mich schön fühlen. Schneller als die Jungs rappen. Unterwäsche, Strapse, Dessous. Tanzkostüme, die ein ganzes Bein frei lassen und glitzern.
Kopfhörer mit enorm fettem Bass. Das Gewicht eines Menschen auf mir spüren. Schweigsame Zugfahrten. Schwimmkerzen. Stundenlang Blogs und Tumblr suchten. Die Seiten von ganz frischen Collegeblöcken trennen. Im Flugzeug aus dem Fenster gucken. Kochrezepte anglotzen. Bücherstapel, die ich noch nicht gelesen hab. Trampolin springen. Shishas. Sonnenflecken. Porzellanhaut. Hellblonde Haare. Schulplaner aussuchen. Frische, noch ganz steife Bettwäsche. Das Gefühl nach Sport, eins mit meinem Körper zu sein. Sex. Postkarten. Rosinenschnecken anstarren. Unbefangen sein. Menschen beobachten. Diegos wildschweinartige Weise zu sitzen. Casper. Wortspiele. Bei Ikea essen und shoppen gehen. Breminale. Babybrei. Brei im Allgemeinen. Große Tassen. Tropica und Rotwein im Tetrapack. Ungewöhnliche Gespräche, wenn man sie nicht erwartet hat. Neue Leute kennenlernen. Alle Klausuren hinter mir haben.
Freiheit. Sommer. Leben.

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