Montag, 7. Januar 2013

please keep on dreaming

Das Einzige, was mich davon abhält, mich auf der Stelle in mein Bett zu verkriechen, die Decke über den Kopf zu ziehen und so lange dort zu bleiben, bis ich entweder verdurstet, erstickt oder vor Langeweile gestorben bin, ist meine Vorstellungskraft.
Die „Hoffnung auf bessere Tage“, zusammen mit den Liedern auf meinem iPod, malt mir wunderschöne Bilder in den Kopf: Wie ich bei einem tanzbaren Song nicht mehr darüber nachdenke, wie ich auf andere wirke, wenn ich mich gehen lasse. Sondern dass ich einfach tanze. Und wunderschön dabei aussehe. Sodass alle mich anstarren müssen.
Und wie ich nach dem Boot Camp aus dem Flieger steige, in einem bauchfreien Top und hautengen Hot Pants, und rattenscharf bin und mich auch so fühle, weil nichts aneinanderreibt oder schleift oder wabbelt oder eingequetscht wird.
Wie mir keiner mehr was anhaben kann, weil ich perfekt und unannahbar bin und mich von nichts beeindrucken lasse, weil ich alles richtig mache, überall die Beste bin und von allen geliebt werde, obwohl man mich nicht greifen kann. Ich will ein Rätsel sein, der Grund warum Leute sich umdrehen und ihren Freunden was ins Ohr flüstern. Ich will Gerüchte über mich hören und anerkennende Blicke sammeln. Ich will rummachen mit wem ich will, wenn ich Niklas nicht mehr hab, und bis dahin will ich die geilste, liebste, heißeste, süßeste Freundin sein, die je ein Kerl gehabt hat. Ich stelle mir vor, dass alle seine Freunde neidisch auf ihn sind. Auch die vergebenen.
Ich will mich immer und überall wohl in meiner Haut fühlen und mich mit Stolz zeigen können.
Ich habe immer noch Hoffnung, dass ich irgendwann keine weiten Schlabberpullis mehr brauche, bevor ich mich traue das Haus zu verlassen.

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