Die
„Hoffnung auf bessere Tage“, zusammen mit den Liedern auf meinem
iPod, malt mir wunderschöne Bilder in den Kopf: Wie ich bei einem
tanzbaren Song nicht mehr darüber nachdenke, wie ich auf andere
wirke, wenn ich mich gehen lasse. Sondern dass ich einfach tanze. Und
wunderschön dabei aussehe. Sodass alle mich anstarren müssen.
Und
wie ich nach dem Boot Camp aus dem Flieger steige, in einem
bauchfreien Top und hautengen Hot Pants, und rattenscharf bin und
mich auch so fühle, weil nichts aneinanderreibt oder schleift oder
wabbelt oder eingequetscht wird.
Wie
mir keiner mehr was anhaben kann, weil ich perfekt und unannahbar bin
und mich von nichts beeindrucken lasse, weil ich alles richtig mache,
überall die Beste bin und von allen geliebt werde, obwohl man mich
nicht greifen kann. Ich will ein Rätsel sein, der Grund warum Leute
sich umdrehen und ihren Freunden was ins Ohr flüstern. Ich will
Gerüchte über mich hören und anerkennende Blicke sammeln. Ich will
rummachen mit wem ich will, wenn ich Niklas nicht mehr hab, und bis
dahin will ich die geilste, liebste, heißeste, süßeste Freundin
sein, die je ein Kerl gehabt hat. Ich stelle mir vor, dass alle seine
Freunde neidisch auf ihn sind. Auch die vergebenen.
Ich
will mich immer und überall wohl in meiner Haut fühlen und mich mit
Stolz zeigen können.
Ich
habe immer noch Hoffnung, dass ich irgendwann keine weiten
Schlabberpullis mehr brauche, bevor ich mich traue das Haus zu
verlassen.
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