Sonntag, 17. März 2013

and I'm so sorry I cannot sleep, I cannot dream tonight

Ich dachte, ich hätte das Gefühl vergessen, Schmerz zu suchen, nicht weil man sich fett oder hässlich findet. Ich habe die Zeit von damals so erfolgreich überwunden und beiseite geschoben, dass ich mich wunderte, als mir plötzlich wieder einfiel, was das ist, was ich da fühle.
Einsamkeit.

Ich knalle meinen Kopf mit voller Wucht gegen die Wand. Ich bin betrunken genug, um mir so richtig wehtun zu wollen. Ich grabe die Klauen in meinen Bauch.
Stille. Fiepende Stille. meine Haut. Niklas, der sich mit seinen Freunden von früher einen ablacht.
das bettlaken zerfetzen zerreißen in stücke beißen die krallen ausfahren blutverschmiert
Stille. Dröhnende Stille. mein Kopf. Maltes brauner Unterarm, der neben mir auf dem Tisch liegt.
steine auf den boden schmettern drauf rumtrampeln gegentreten anspucken liegen lassen
Stille. Wummernde Stille. meine Knochen. Trinken auf Erinnerungen, die nicht meine sind.
holz spröde trocken mürbe knirschend knackend krachend zersplittern und zerfallen krrrrk
Aggressionen wie ein Fiebertraum.

Ich habe ganz vergessen, wie abgrundtief traurig man sein kann, wenn man merkt, dass man nur zuschaut, nicht teilnimmt.


1 Kommentar:

  1. Erinnerungen können unerwartete Gefühle wecken. Fühl dich gedrückt!

    AntwortenLöschen