Donnerstag, 3. Juli 2014

i wanna feel
all the chemicals inside, i wanna feel
i wanna sunburn
just to know that i'm alive
to know i'm alive

Ich liebe dieses Bedürfnis, mir wehzutun - meinen Kopf irgendwo gegenzudonnern, mir die Nägel in die Arme graben - weil es mich von den eigentlichen Gedanken abhält.
Ich bin so wütend, und ich weiß nicht mal genau, auf wen eigentlich.

Wenn ich mich in meine Kumpels verliebe, nehm ich das nicht ernst, ich hefte das unter Freundschaft ab, und nach einem Monat ist es wieder vorbei.
Und nichts passiert, und niemand wird verletzt, und niemand geht verloren. Und alles ist gut.
Aber ich frage mich, was das eigentlich alles soll. Vor allem, wenn Niklas dann jedes Mal irgendwas (was - auch - immer) merkt und fragt: "Stehst du auf...?"
Und ich das dann natürlich vehement verleugne, weil es ja auch nicht so ist, und dann denk ich aber von Zeit zu Zeit: Ja und wenn? Was geht's dich eigentlich an?
Zumal ich verdammt noch mal nicht, NIE, diejenige bin, die anfängt. Ich hab meine Kumpels einfach nur lieb, versteh mich wunderbar mit ihnen und behandle sie so, wie ich das mit meinen Freunden zu tun pflege. Natürlich überlege ich kurz, ob sie für irgendwas infrage kämen. Wie das jeder Mensch bei jedem Menschen automatisch tut. Komme dann aber immer zu dem Schluss, dass sie für nichts besser geeignet sind als für genau das, was wir bereits haben.
Und dann fängt einer nach dem anderen plötzlich an, mich anders zu behandeln als vorher, und ich lass mich austricksen und bin eine Weile verknallt und besinne mich dann und sie hören wieder auf. Aber für Außenstehende sieht es anscheinend folgendermaßen aus: "Es gibt bei dir ständig typen von denen du einfach die ganze zeit redest und wenn du mit ihnen abhängst anders bist. Und das geht zwei Monate so und dann ist der nächste dran" (Zitat Niklas) 
Das klingt doch schon irgendwie scheiße, oder. Aber von den Typen redet keiner, nee, ich bin diejenige, der etwas vorgehalten wird. Ich hab die ganze Scheiße so satt.
Ich brauche mal einen Kerl, den niemand kennt außer mir und mit dem ich genau das habe, was ich und er mit Liebe meinen, ohne dass das am laufenden Band von Menschen beurteilt und kaputtgemacht wird. Oder bin ich etwa das Problem oder meine Auffassung von Liebe oder meine Auffassung von Freundschaft. 
Wieso bleibt da immer ein schaler Geschmack, wenn die Personen, mit denen ich mich wohl fühle, und mein Verhältnis zu ihnen von außen betrachtet werden?
Ich kann weder denken noch schreiben, ich will weder schlafen noch mich verkriechen, ich will einfach mal eine Weile nicht da sein.

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