Freitag, 14. November 2014

all my tears turned to time

Puahh, ich bin gerade in einer sehr, sehr seltsamen Stimmung, in der ich (meines Wissens) noch nie war, und eigentlich kann ich auch nicht schreiben jetzt.
Ich hab sogar gerade richtig geschrieben, obwohl ich das sonst immer mit Absicht falsch schreibe.
Unglaublich, was für Massen und Massen an trauriger Musik YouTube zutage fördern kann, wenn man ein bisschen rumgräbt. Ich weiß nicht, ob ich aufgeregt sein soll, weil man das einfach normalerweise sein sollte, oder traurig, weil ich ein halbes Jahr von zuhause weg bin, oder glücklich wie doof, weil ich ein halbes Jahr von zuhause weg bin, und ob ich enttäuscht sein werde, wenn ich ankomme, oder wenn ich wiederkomme, oder ob ich Menschen vermissen sollte oder überhaupt nicht an sie denken, weil ich von ihnen überhaupt nicht weiß, wie sie das halten.
Ok, ich gebe zu, ich rede hier eigentlich nur von einer Person.
Schön dass ich sieben Kilo leichter geworden bin, seitdem ich das letzte Mal gewogen wurde.

Ist das groß oder klein oder wichtig oder unbedeutend oder wundervoll oder angsteinflößend?
Ich kann grade sehr mit der von Sie mögen sich mitfühlen und hätte gern einen, der mich umflügelt.
Wobei. Vielleicht kann ich das auch ganz gut selbst und darum geht's. Oder vielleicht geht's um überhaupt nichts oder alles.

Ich habe jedenfalls fertig gepackt und bin stolz auf meine minimierte Anzahl an Beuteln (die noch in den Rucksack müssen) und ja. Der schwerste Abschied ist eigentlich jetzt der von meinem Bett.
Aber den hab ich morgen auch hinter mir.

Hört euch mal unbedingt "my old friend" von We Are The City an, wenn ihr Bock habt zu heulen (ich hab nicht geheult, aber ich heul auch nie)

Bis dann und ich hoffe ich überlebe das alles irgendwie und bleibe oder werde ich selbst
xx S

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