Montag, 22. Dezember 2014

after changes we are more or less the same

Ich bin unruhig.
Und versuche mich zu erinnern, was ich in Deutschland gemacht habe, wenn ich unruhig war, und ich tigere durchs Haus, genau wie in Deutschland, und setze mich hin, wippe mit den Zehen, dem Fuß, dem Bein, stehe wieder auf, laufe wieder los. Sonst keiner da. Niemand sieht mir beim Rumhibbeln zu. In 2 Stunden hab ich ein Bewerbungsgespräch via Skype, das ich viel zu schnell gekriegt hab, und sollte das mit dem Job tatsächlich klappen, weiß ich nicht, ob ich ihn wirklich will, weil mir das eigentlich zu einfach gegangen wäre. Ist das behindert? Und ist es behindert, immer noch an dieselbe Person zu denken, und sich zu fragen, was vor einem Monat war und was in fünf Monaten sein wird, und was ich bis dahin erlebt haben werde, und ob ich wohl die ganze Zeit dieselben Gedanken im Kopf haben werde? Ich habe das Gefühl, rückwärts zu gehen und jedes Mal zu stolpern, wenn ich über die Schulter nach vorne gucke, was seltsam ist. Und bin gespannt, wo ich in 2 Wochen sein werde und in 2 Monaten, aber ich weiß ungefähr, wo ich in 2 Jahren sein werde, nämlich nicht viel weiter als jetzt.

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