Samstag, 7. Februar 2015

Abendliche Gedanken einer Zwanzigjährigen./ What to do: replacing my heart with another liver so i can drink more and care less

Manchmal schockiert mich diese Welt. Es gibt so viele Dinge die ich einfach nicht nachvollziehen kann. Manchmal habe ich das Gefühl drei Jahrzehnte zu früh geboren zu sein.
Wie kann es angehen dass es immer noch Menschen auf diesem Planeten gibt die denken Gewalt würde irgendwo hin führen? Egal wofür oder wogegen man kämpft, andere Menschen verletzten wird einen niemals ans Ziel bringen. Wir leben im 21. Jahrhundert, im Jahr 2015, "die eigene Freiheit hört da auf wo die der anderen anfängt" sollte zum Grundverständnis eines jeden Menschen gehören. Und nein ich rede nicht von der ISIS, auch, aber nicht nur. Ich rede von allem, ISIS, Antwort auf ISIS, Israel und Palästina, die Aussage des Papstes dass es okay ist Kinder "in Würde" zu schlagen, Terroranschlägen, Stammes kämpfe, einfach alles.
Wie kann es angehen dass die Menschheit immer noch mehr damit beschäftigt ist sich gegenseitig die unterschiedlichsten Meinungen aufzuzwingen statt etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen? Es gibt ein simples Prinzip wenn man sich mit welcher Wissenschaft auch immer beschäftigt. Du willst einem anderen deine Meinung aufdrängen? Gut, beweise dass er falsch liegt durch empirische Beobachtungen. Es lässt sich nicht beweisen? Dann lass ihn seiner Wege ziehen und fang an darüber nachzudenken dass er Recht haben könnte und ob das wirklich so tragisch wäre.
Aber das sind nur die offensichtlichen Dinge, die über die jeder irgendwie bescheid weiß, von denen aber keine eine Ahnung hat wie er sie ändern soll. Aber da sind noch die anderen.
Die Tatsache dass wir Kinder dazu zwingen können in die Schule zu gehen, allgemein dass wir Menschen dazu zwingen können Dinge zu tun. Alle reden immer von der großen Freiheit, aber wie frei sind wir wirklich? Der Staat kann dich sogar dazu zwingen Geld dafür zu bezahlen dass dein Fahrradlicht nicht geht. Denkt man da mal objektiv drüber nach ist das ganz schön gestört. Vereinfacht gesagt, stell dir den Staat als eine Person vor. Wenn dich irgendein Mann auf der Straße anhalten würde und dir sagen dass du ihm Geld geben musst weil du keine Zeit/Geduld hattest dein Licht zu reparieren, würdest du es tun? Wieso also akzeptieren wir alles was ein System uns vorschreibt so vorbehaltlos? Ist doch im Endeffekt mein eigenes Problem ob ich angefahren werde weil ich kein Licht habe und deswegen sterbe oder eben nicht? Natürliche Selektion nennt man sowas, das hat Darwin schon 1859 erkannt. Trotzdem hielt irgendjemand es irgendwann für eine gute Idee Regeln für Menschen zu erfinden und er hatte genug Macht diese durchzusetzen, seit dem gibt es keine wirkliche Freiheit mehr, denn egal wohin man geht, man lebt immer innerhalb eines Systems. Und natürlich ich höre schon die Aufschreie: Aber was würden wir ohne das System machen? Die Welt würde im Chaos versinken, alles wäre hin. Doch stimmt das wirklich? Währen wir nicht vielleicht sogar besser dran ohne? Wenn die Menschheit die oben genannten Grundsätze verstehen würde, wären Regeln dann nicht überflüssig? Und selbst solange sie das nicht tut, die Systeme verstehen sie offensichtlich auch nicht, wenn man sich unsere Welt mal so ansieht. Was noch wesentlich erschreckender ist, denn sie haben wesentlich mehr Macht und Ressourcen die sie für falsche Zwecke einsetzen können. Ich sage nicht dass Anarchie die Lösung ist, ich sage nur der Blödsinn der im Moment in dieser Welt an Systemen vorherrscht ist keine.
Auch dass wir die Natur so sehr misshandeln schockiert mich immer mehr. "Natürlich" bedeutet in unserer westlichen Welt, das Produkt wurde nicht mit Chemikalien behandelt bevor es in eine, aus Dinosaurier Überresten hergestellte, Verpackung gesteckt wurde. Wir sind in der Lage uns mit Lebensmitteln zu versorgen ohne jemals mit einem Feld in Berührung zu geraten. In Großstädten wohnen wahrscheinlich Menschen die noch nie in ihrem Leben eine wildes Tier gesehen haben das größer ist als eine Ratte. Selbst wenn, was sind in dieser Welt noch wilde Tiere? Eigentlich jeder Winkel dieser Erde wird von Menschen überwacht, eingedämmt, verändert. Wir brauchen ausgewiesene Flecken Land die niemand betreten darf um zu garantieren dass "unbefleckte" Natur erhalten bleibt. Was mich zu meinem nächsten Punkt bringt, Ausbeutung und Gier. Würden Menschen nicht nach immer und immer mehr Besitz streben hätte sich das Natur Problem erledigt. Doch leider leben wir in einer Welt in der etwas besitzen deutlich mehr zählt als etwas zu beschützen. Sobald irgendetwas Profit abwirft wird es "zivilisiert" ausgebeutet bis nichts mehr davon übrig ist, dann sucht der Mensch sich eine neue Investition. Die Globalisierung ist ein perfektes Beispiel dafür, wirklich intelligent Unternehmen einfach in weniger entwickelte Länder auszulagern, als westliche Arbeiter zu gut organisiert, zu fortschrittlich geworden sind um sich weiter ausbeuten zu lassen.
Und dann gibt es noch so Dinge wie Pegida, die Afd, Faschisten, Neonazis, Ku-Klux-Klan... Wie kann man sich nur auf eine Eigenschaft seiner selbst berufen und behaupten diese würde einem irgendein Recht auf irgendwas geben? Du wurdest in Deutschland geboren? Glück gehabt, jetzt sieh dich um wie du andere Menschen an deinem Glück teilhaben lassen kannst statt sie dafür, dass sie weniger Glück hatten, ausschließen zu wollen. Du hast zufällig weiße Haut, keine gelbe, grüne, blaue, braune, violette, schwarze? Pass auf dass du keinen Sonnenbrand bekommst, dafür soll diese Farbe sehr anfällig sein. Alles andere, darauf muss ich nicht ernsthaft eingehen oder? Gleiches recht für alle, denn im Endeffekt sind wir alle gleich, bestehend aus 46 Chromosomen, die durch Mann und Frau zusammen gefügt werden.
Das heißt aber nicht dass andere Verbindungen von Menschen schlecht sind, Homophobie ist nichts anderes als Faschismus, es bezieht sich nur auf eine andere Eigenschaft eines Menschen und es ist für mich nicht nachvollziehbar wie so etwas weitgehend in der Gesellschaft geduldet werden kann.
Ich könnte noch hundert andere Dinge aufzählen, aber der Post ist auch so schon endlos.
All dies macht mich sprachlos, vor allem weil ich keine Ahnung habe wie ich irgendetwas dagegen unternehmen soll. Vielleicht sollte ich mir doch irgendwo im nirgendwo einen Bauernhof kaufen und Selbstversorger werden, doch selbst dann wäre ich einem System unterstellt.
PS: Sorry dass alles so schlecht formuliert ist und der Post trotzdem so lang, ich musste es einfach mal los werden.

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