Dienstag, 4. Februar 2014

I am saving your place

the winter we heated our home from the steam of our own bodies
I wrote too many poems in a language I did not yet know how to speak
-Andrea Gibson, maybe I need you

Ich nutze meinen aktuellen Zustand, der da bezeichnet werden darf als high wie ein Lama von Schmerztabletten, um einen brutal ehrlichen und nicht sehr angenehmen und vor allem für sämtliche Leser komplett unverständlichen Text zu schreiben über... MICH SELBST. UND MEINE GEFÜHLE.
Und hier kommt der Kotzeimer.

Ok. es ist also so, dass ich seit über zweieinhalb Jahren mit Niklas zusammen bin. Ich bin glücklich. Es ist wundervoll. Es ist vertraut, es ist lustig und schön und liebevoll und immer noch spannend und ich freu mich auf ihn und ja, ...anregend... ist es auch.
Aber.
Aber, aber, ...ich glaube, ich bin einfach eine kleine Schlampe, der ein Kerl nicht reicht. Und die ständig von Freundschaft quatscht und sich vorstellt was mit Schwarze anzufangen. Oder mit Malte. Oder mit Fynn. Oder mit dem anderen Malte. Und das wird nie passieren.
Ich frage mich, ob ich gelangweilt bin, weil ich keine Ahnung hab, wie es ist, "erfahrener" Single zu sein.
Und ob ich eigentlich noch in Niklas verliebt bin, denn dass ich ihn irgendwie "liebe", das steht außer Frage. Aber lieben tu ich meine Freunde auch. Und dummerweise verlieb ich mich auch immer mal wieder in sie.
Oder bilde mir das ein, - aber ich schwöre, das kommt nicht von mir, ich will das nicht, ich laufe weg und sie kommen hinterher, und ob ich wohl klarkomme ohne Freund? Mit Niklas als Kumpel?
Ob Niklas wohl als Kumpel klarkommen würde? Wahrscheinlich nicht.
Ist es das wert? Was ist das wenn ich Malte zuhöre und ihn anschau und irgendein dreckiger amorähnlicher Typ mir, nein, nicht einen Pfeil in die Brust schießt, sondern mir mit voller Wucht seine schmetterlingslarvenverseuchte Faust in den Magen rammt, und das ist ein Gefühl, das kenn ich nur zu gut. Von früher. Und ich muss woanders hingucken, weil ich glaube, man kann mir alles von der Stirn ablesen.
Es ist tödlich, wenn man weiß, dass man nicht zurückgeliebt wird.
Aber es ist noch viel tödlicher, lähmend, ätzend, wenn man glaubt, eine Chance zu haben, aber, ...aber.
Ist es das wert? Stimmt dieser abgedroschene Spruch, dass man keinen Grund braucht, um zu gehen, wenn man keinen mehr hat, um zu bleiben? Wen will ich eigentlich verarschen, wenn ich ernsthaft behaupte, wir könnten noch "Freunde sein", nachdem ich Niklas ins Gesicht gesagt habe: ich will keine Beziehung mehr mit dir. Ich will lieber deinen Bros hinterherlaufen und Typen mit Freundin, die ich seit 3 Monaten kenne. Aber lass doch bitte trotzdem noch weiter was zusammen machen, denn du bedeutest mir echt viel.
Es liegt nicht an dir. Es liegt an mir.

Ich habe noch nie...
Schluss gemacht.
Ich frage mich, ob es dafür irgendwann zu spät sein kann und wie das ist mit den Entscheidungen, bei denen bereut, dass man sie nicht gefällt hat.

lieber ein kitschiges bild?
oder ein zynisch-lustiges bild?

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