Montag, 29. Juni 2015

in this twilight how dare you speak of grace

my old friend
tell me where have you been
have I wasted away? did you wait till the end?

and how have you been?
I can't remember your eyes
and all the stars are still here
all my tears turned to time
my old friend

- we are the city


Ich weiß auch nicht so genau, wovor ich mich eigentlich fürchte.
Und wir kommen doch alle zusammen nicht klar, jeder für sich.

Wieder zuhause sein seit einem Monat, sich für Unis bewerben, in der Sonne liegen, durch den Regen laufen und sich irgendwie über die 12 Grad freuen, komplett überfordert sein, alles wie immer machen, als wäre da keine Pause gewesen, aber da war ja auch keine Pause, Pause wovon?
Nichts anfangen können mit den paar Tagen Sommer, mit dem traurigen Exfreund, dem vielleicht bald neuen Freund, wo man aber jetzt schon weiß, dass das sowieso nie was wird, seinen Freundinnen zuschauen, wie die genauso gewinnen und versagen, aber vor allem versagen, selber versagen, sich selbst nicht genug und zu viel versagen, nichts sagen, nichtssagend.
Paralysiert in einer Ecke des Zimmers sitzen, die halb ausgeräumten Regale anstarren und sich fragen, wo das alles hinführen soll, wenn nicht wieder genau an diesen Punkt zurück, und was das wird, wenn's fertig ist, wenn nicht genau wie vorher, vor was denn?
Zu zweit im Bett liegen und alleine heulen, alleine feststellen, dass es auf dieser Erde nichts Neues mehr gibt, alleine einschlafen, alleine lauschen. Nichts hören.
Diese eine Platte in Endlosschleife und gegen eine Wand denken. Kopfschütteln.

Das wird doch nie was.
Was hast du denn erwartet?
Worauf wartest du?
Wartest du noch?
Könnt ihr bitte auf mich warten?



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