Montag, 6. Oktober 2014

welcome home, darling

Ich hab grade unseren Blog von Anfang an durchgescrollt und gezählt, wie oft ich schon geschrieben habe, was ich gleich schreiben werde, wie oft dieser Zustand schon vorgeherrscht hat, seit ich mich im Internet ausbreite: 25mal.
Ungezählt die vielen kleineren Male dazwischen, wo ich ein Gedicht oder eine Seite Tagebuch geschrieben habe statt was zu posten, und am nächsten Tag war alles wieder gut.

Ich hatte im Urlaub so viele Ideen für einen neuen Post!
Ich hab total inspirierende Gedichte gelesen (The New Faber Book of Love Poems, edited by James Fenton, nur zu empfehlen!!) und wollte ein oder zwei davon mit euch teilen, ich wollte Texte schreiben über Menschen, an die ich viel gedacht hab in den letzten zehn Tagen (was viele waren), ich hatte einige gute neue Ideen über das Schreiben an sich - was es bringt und warum man es macht.
Und jetzt bin ich wieder da und alles was ich ausdrücken kann und will ist dieser altbekannte Zustand: Enttäuscht sein, unerträglich wütend sein, sich selbst gegen die Wand klatschen wollen ob der eigenen Naivität, alle anderen gegen die Wand klatschen wollen, weil man selber, und das muss man sich mal eingestehen, wirklich und wahrhaftig überhaupt nichts dafür kann.

Menschen verwirren mich.
Sie tun viel zu oft widersprüchliche Dinge. Es kann doch nicht immer an mir liegen, so aus der Welt gefallen bin ich doch hoffentlich nicht, dass ich mir einbilde, ich würde gemocht oder Menschen sagen was sie sagen und dann plötzlich - nichts mehr. Oder der absolut schlagkräftige Beweis dafür, dass nichts eine Bedeutung hat. Nichts, nichts, nichts
Sie hören nicht zu, sie drehen einem die Worte im Mund herum, sie machen Vorwürfe, enttäuschen, brechen ihr Wort, brechen den Kontakt ab, brechen einem das Herz.
Und ich würde mich so gerne nicht mehr drum kümmern und FUCK IT sagen, aber so bin ich halt nicht und eigentlich will ich so auch nicht sein, nur der Notwendigkeit wegen.
Ich hab's satt, ich bin müde, ich mag nicht mehr.
Ich bin einsam.

Und das Schlimmste kommt eigentlich immer zum Schluss wenn ich so rumheule und mir darauf die Antwort gebe: Halt's Maul, du verwöhnte Göre, kümmer du dich erstmal um deine Freunde, du egozentrischer Kotzbrocken. Dann verteidige ich mich gegen mich selbst und sage: aber das tu ich!
Ich liege heulend auf dem Bett und rechtfertige mich bei dem einen für meine kurzen Antworten und gebe dem anderen Ratschläge und wünsche dem dritten ein schönes Wochenende.
Ich BIN eine gute Freundin.
Ich mag nicht mehr. In Kreisen und Schleifen denken strengt an und führt nirgendwohin

hudson taylor - arrive

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